Vorstand 2016-2018

Ljiljana Šotra
1. Vorsitzende

Ljiljana.Sotra(at)mitost.org

Alles begann mit dem MitOst-Festival in Temeswar, Rumänien 2006. Es war September, super schönes Wetter auf dem Balkan, kurze Wege und viele interessante Menschen und Workshops. Auf der zweitägigen (!) Mitgliederversammlung wurde neben anderem das Thema "GmbH" diskutiert – und das alles auf Deutsch. Was für eine Freude für eine Germanistikstudentin. Ich war begeistert! MitOst hat mich aber nicht mit seinem Deutsch, sondern mit seiner Diskussionskultur gekauft, auch wenn ich bei den meisten Themen mit "enthalten" stimmte. Ich fühlte mich damals als zu neu, um richtig mitentscheiden zu dürfen. Ich bin wahrscheinlich auch eines der wenigen Mitglieder, die sich bei den Festivals am allermeisten auf die Mitgliederversammlung freuen.
Ohne MitOst hätte ich wahrscheinlich brav fristgemäß zu Ende studiert und auf eine vermittelte Stelle gewartet. MitOst hat mir eine andere Welt gezeigt: die Welt des Engagements. Was ich bei und durch MitOst lernen und erfahren konnte, war diese Vielfalt von Orten, Themen, Menschen und ihren Gedanken – sie ist es, die mich geprägt hat, und die Vorfreude auf diese Vielfalt bewegt mich immer noch. Ganz konkret war für mich ausschlaggebend, dass ich durch MitOst zum Theodor-Heuss-Kolleg gekommen bin und dadurch aus der Initiative "Balkans, let's get up!" die Organisation mitgründete.
MitOst 2030, also in mehr als 10 Jahren? Wie alt bin ich denn dann überhaupt? Egal, das Gute an MitOst ist, dass man nie zu alt für MitOst werden kann. Vielleicht ist MitOst bis 2030 einmal um die Welt gereist, hat den Kreis geschlossen und bietet nun sein Netz als ein Spielfeld für den ultimativen Austausch an. So sorgt MitOst und so sorgen wir zusammen mit dem Verein für Frieden und Verständnis füreinander. Vielleicht fungiert MitOst dann auch als eine non-formale UNO?
Drei Sachen möchte ich außerdem noch sagen:

  1. Man ist auch nie zu jung für MitOst.
  2. MitOst wächst und ist schon unübersichtlich genug. Ich bemerke den Wunsch, den Verein übersichtlicher zu gestalten, so dass jeder – ob im Verein oder außerhalb – MitOst ganz schnell, ja auf einen Blick, erfassen kann. Das halte ich für unmöglich. Und es sollte bitte schön auch unmöglich bleiben! MitOst ist eine Welt, ja ein Universum, das man nie zu Ende erforschen können sollte!
  3. Bei den Mitgliederversammlungen stimme ich nicht mehr mit "enthalten".

Ljiljana Šotra wohnt derzeit in Belgrad und auch nicht, da sie ständig unterwegs ist. Formal ist Ljiljana als Deutschlehrerin, Übersetzerin, Dolmetscherin tätig, non-formal als Nörglerin und Infragestellerin. Sie brennt für den Balkan und dafür, dass der Balkan nicht brennt. Derzeit freut sie sich darauf, MitOst für die nächsten zwei Jahre als Vorstandsmitglied zu gestalten.

Barbara Anna Bernsmeier
2. Vorsitzende

bernsmeier(at)mitost.org

Alles begann mit einer Projektidee einer Gruppe Münchner Osteuropa-Enthusiasten. Einer Idee, die wie die Faust aufs Auge zur KlickOst-Ausschreibung passte. Der Antrag landete nur im Mittelfeld und zur Förderung kam es nicht, aber ich wurde Mitglied, blieb es und fuhr 2014 erstmals zum MitOst-Festival nach Novi Sad, Serbien. Danach folgten gemeinsame Projekte, viele Treffen, Begegnungen, weitere Festivals und meine Posten im Projektbeirat und im MitOst-Vorstand.
Ohne MitOst hätte ich niemals die Chance gehabt, an der deutsch-polnischen Grenze gegen ehemalige Sportler der 1. Ägyptischen Fußball-Liga ein spannendes Match zu kicken.
Meine MitOst-Utopie: Wir versammeln uns immer noch jährlich zu den Festivals, die noch generationen- und länderübergreifender sind. Unser aktives Netzwerk reicht vom Atlantik bis zum Ostchinesischen Meer. Zum 30-jährigen Vereinsjubiläum 2026 haben wir eine mehrwöchige Zugreise über Kontinente und 9 verschiedene Zeitzonen unternommen, über die überregional in den Medien mit Begeisterung berichtet wurde. Unsere Expertise wird von Politik und Gesellschaft in Europa und darüber hinaus geschätzt und angefragt.

Barbara Anna Bernsmeier lebt als freie Kultur- und Projektmanagerin in Berlin. Ursprünglich aus Norddeutschland, hat sie in München Literaturwissenschaften und Slawistik studiert. Nach einer Lehrtätigkeit an der Staatlichen Universität Novosibirsk war Barbara von 2013 bis 2015 Stipendiatin im Programm "Robert Bosch Kulturmanager in der Russischen Föderation" in Wolgograd. 2010 trat Barbara MitOst bei; 2015-2016 war sie im Projektbeirat aktiv.  

Nurana Mammadova
Beisitzerin

xxx(at)mitost.org

Alles begann mit dem Programm Joint Civic Education 2012 für junge Menschen in Aserbaidschan. Diese  Erfahrung half mir meine Rolle in der Gemeinschaft zu identifizieren und zu verstehen.

Ohne MitOst hätte ich nicht lebenslange Freundschaften geschlossen und so viele aktive Bürgerinnen und Bürger aus allen Ecken der Kontinente getroffen. 

Meine MitOst-Utopie: Meine Utopie ist es, immer mehr neue Horizonte zu entdecken und zu erkunden, und damit ein weltbekannter Botschafter für Friedenskonsolidierung und Vermittler zwischen der Zivilgesellschaft und internationalen Institutionen zu sein.

Und sonst so? Seit dem ich mich bei MitOst engagiere habe ich gelernt, dass die großen Wellen des Friedens mit Beziehungen und Gemeinsamkeiten im Kleinen beginnen.

Nurana Mammadova ist aus Aserbaidschan, und wuchs auf in der Ukraine. Sie hat einen Bachelor in Internationale Wirtschaftsbeziehungen und einen Master in Diplomatie. Nurana arbeitet als Programmkoordinatorin, als Prozessbegleiterin in non-formaler Bildung, Lernbegleiterin, und als Coach im Theodor-Heuss-Kolleg. Sie arbeitet auch für das SALTO Eastern Europe and Caucasus Resource Centre. Nurana war Mitglied des Koordinationsvorstands des European network for Citizenship Education und Mitglied des MitOst-Projektbeirats. Ihre Freizeit verbringt sie damit, Musik zu hören und Filme zu schauen und mit  Perlarbeit. Sie mag Tiere und Kunst. Und Nurana glaubt daran, dass es die Aufgabe eines jeden Menschen ist, einander zu helfen. 

Catharina Sligting 
Beisitzerin

catharina.sligting(at)mitost.org

Alles begann mit dem Umzug von Amsterdam nach Portugal - von der Großstadt auf's Land, um einen Ort zu schaffen, an dem Künstler, Einheimische, Studenten und Freiwillige sich entfalten und mitwirken können, kleine Kunstfestivals und ländliche Kunstresidenzen anzubieten, sowie Land Art und lokale Interventionen. Der nächste Schritt war meine Teilnahme an Tandem Europe. In einem ähnlichen Prozess, initiierten wir auf der abgelegenen griechischen Insel Ai Stratis das Festival "I Sea Art". Interdependenz zwischen Stadt und Land, Bewusstsein für das Potenzial des Landlebens und der Landschaft, Notwendigkeit einer ökologisch ausgewogenen Natur, soziale, kulturelle, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit sind meine Leidenschaft und Ambition, die ich mit zu MitOst bringe.

Catharina Sligting gründete gemeinsam mit ihrem Ehemann Associação Domínio Vale do Mondego, ein wunderschönes Anwesen mit einem großen Bauernhof und mehreren Gebäuden. Catharina ist künstlerische Leiterin und organisiert auf dem Gelände große Theaterprojekte. Nach ihrem Sprach- und Betriebswirtschaftsstudium verbrachte Catharina 20 Jahre mit der Entwicklung neuer kultureller Initiativen, Kunstprojekte und Theater. Ihre Karriere begann sie als Leiterin einer mittelalterlichen Burg in den Niederlanden und verbrachte 10 Jahre damit, das Leben und die kulturelle Relevanz der Burg wieder zu beleben. Catharina sieht immer Gelegenheiten und selten Hürden, sie sagt eher "ja" als "nein", das ist ihr die Schlüssel zum Erfolg.

Sabrina Schulz
Schatzmeisterin

sabrina.schulz(at)mitost.org

Alles fing an mit der Idee, MitOst-Mitglieder in Novi Sad für eine europaweite Flussbade-Aktion für Gewässerschutz zu gewinnen. Am Ende hat MitOst mich als neues Mitglied gewonnen.
Ohne MitOst hätte ich sehr, sehr viel verpasst.
MitOst 2030 heißt für mich, dass Politik und Wirtschaft nicht mehr daran vorbeikommen, die Zivilgesellschaft auf Augenhöhe einzubeziehen, wenn es darum geht, die Zukunft zu gestalten – ob im Stadtteil, auf dem Dorf, in der Region, in Europa oder in der Welt.
Und sonst so? Wir sollten auf keinen Fall aufhören, gesellschaftliches Engagement mit Musik, Tanz und gutem Essen zu mischen.

Sabrina Schulz kommt aus Hamburg, hat in Lüneburg angewandte Kulturwissenschaften studiert und interessiert sich für Kulturgeografie, soziale Ökologie und die nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen. Freiberuflich hat sie sich für die Förderung ökologischer Landwirtschaft engagiert, danach arbeitete sie in Greifswald für eine Forschungsgruppe zu sozialen Innovationen im Wassersektor. Ihren Einstieg bei MitOst fand Sabrina, als sie eine europäische Jugendkampagne für Gewässerschutz organisierte. Sie arbeitet heute in Erfurt bei der Deutschen Umwelthilfe.

Karsten Michael Drohsel
Beisitzer

karsetn.drohsel(at)mitost.org

Alles begann mit einer wunderbaren Reise zum MitOst-Festival in Ivano-Frankivsk und dieser speziellen MitOst-Stimmung und Gemeinschaft, in der ich mich wohlfühlte und die mir vertraut war.

Ohne MitOst hätte ich weniger tiefe Verbindungen und Freunde im ganzen MitOst-Kosmos und über alle MitOst-Regionen verteilt. Ich hätte weniger Einblicke in die alltäglichen Themen, die die Menschen in diesen Regionen und Ländern wirklich beschäftigen. Und ich hätte sehr viel weniger Erfahrungen gemacht in meinem Arbeitsbereich. 

Meine MitOst-Utopie: Bis 2030 ist es eine lange Zeit. Ich denke und agiere normalerweise in kürzeren Zeitperioden. Aber wenn ich über eine Utopie nachdenke, wäre es gar nicht so anders als jetzt: Jetzt und dann möchte ich MitOst als ein demokratisches, selbstbewusstes und nachhaltiges Netzwerk von Menschen erleben, die von demokratischen Werten, von gemeinsamen Werten wie Respekt, Solidarität und Gerechtigkeit und globalen Frieden träumen und für sie eintreten. Darüberhinaus wünsche ich mir, dass wir Pioniere in Punkto Geschlechtergerechtigkeit sind.  

Und sonst so? Nur zusammen sind wir stark, lasst die Funken überspringen und das Feuer nicht ausgehen. 

Karsten Michael Drohsel ist Diplom-Ingenieur der Stadt- und Regionalplanung, Spieleentwickler und Urban Artist. Er betreibt das Impulsbüro Berlin, in dem er mit unterschiedlichen Projekte und Projektgruppen aktiv ist und mit Partnern spielerische Ansätze für partizipative Verfahren und lokale Erinnerungsdiskurse entwickelt und praktiziert. Privat engagiert er sich in der Lehrerbildung und entwickelt und spielt mit Geflüchteten Spiele für Deutsch als Fremdsprache. 

Info

Die Mitgliederversammlung wählt alle zwei Jahre (Änderung der Vereinssatzung 2016, davor jährlich) einen ehrenamtlich arbeitenden Vorstand. Er koordiniert und leitet die Arbeit des Vereins, vertritt diesen nach außen hin, stellt die Tagesordnung für die Mitgliederversammlung auf, entwirft den Haushaltsplan, legt die Jahresplanung vor und erstellt einen Jahresbericht.

Geschäftsordnung des Vorstands

Vorstand 2015/2016

Übersicht ehemaliger Vorstände